Beeren naschen

Beeren
Beeren sind wahre Vitaminbomben und stärken das Immunsystem. (stockphoto-graf - Fotolia.com)

Beeren erfreuen nicht nur den Gaumen, sie sind schlichtweg gesund. Ihr süßliches Aroma bezirzt die Gemacksknospen, die reichlich enthaltenen Inhaltsstoffe bringen den gesamten Organismus in Schwung. In diesem Sinne: Ran an die Beeren!

Allen Beerensorten gemein sind eine entzündungshemmende Wirkung und ein hoher Gehalt an Vitamin C. Bis auf die Stachelbeere weisen Beeren einen geringen Zuckeranteil auf. Gut für Menschen, die abnehmen wollen oder an Diabetes erkrankt sind. Holunderfrüchte hingegen sind keine Beeren - auch wenn sie so aussehen.

Himbeere

Anders als ihr Name vermuten lässt, zählt die Himbeere streng genommen nicht zu den Beeren, sondern zu den Rosengewächsen. Die aromatische Frucht ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Neben B-Vitaminen und Eisen enthält die "Königin der Beeren" reichlich Vitamin C, welches das Immunsystem auf Trab hält. Erwähnenswert ist auch ihr hoher Anteil an Flavonoiden. Diese Blütenfarbstoffe aus der Gruppe der Polyphenole zeichnen sich durch ihre entzündungs- und krebshemmende Wirkung aus. Himbeeren sollten Sie am besten frisch und roh verzehren. Sie schmecken besonders gut in Form von Smoothies oder gemischt mit Joghurt oder Topfen.

Brombeere

Ähnlich wie die Himbeere ist auch die Brombeere keine klassische Beere. Auch sie gehört zur Familie der Rosengewächse. Trotz ihrer angenehmen Süße enthalten Brombeeren nur wenig Zucker, was sie zum idealen Snack für Diabetiker macht. Bemerkenswert ist ihr hoher Vitamin E-Gehalt, der bis zu doppelt so hoch wie jener ihrer "beerigen" Verwandten ist. Daneben zählen Vitamin A, C, Magnesium und Kalium zu ihren Inhaltsstoffen. Enthaltene Gerbstoffe beruhigen den Verdauungstrakt und machen Krankheitskeimen den Gar aus.
Sammeln Sie nicht nur die schwarzen Früchte, sondern auch die Blätter. Ein aus jungen Brombeerblättern zubereiteter Tee beugt Erkältungen vor und hilft bei Magen-Darmbeschwerden.

Erdbeere

Die Erdbeere ist die dritte Frucht mit botanisch irreführender Bezeichnung. Als Sammelnussfrucht peppt sie sämtliche Milchprodukte auf und eignet sich als kalorienarme Nascherei für zwischendurch. 100g Erdbeeren haben nur 36 Kalorien. Damit sind sie die idealen, kulinarischen Begleiter für Menschen, die gerne ein paar Kilos abnehmen wollen. Die in Erdbeeren enthaltene Salicylsäure lindert außerdem entzündliche Beschwerden wie Gicht und Rheuma. Für Zubereitung und Transport gilt: Die Früchte sind sehr druckempfindlich und leicht verderblich. Unbeschädigte Früchte bleiben locker aufgebreitet maximal 1 bis 2 Tage frisch.

Heidelbeere

Schon die Heilpraktikerin Hildegard von Bingen schrieb der Heidelbeere eine heilende Wirkung zu. Speziell die Anthocyane zaubern aus der blauen Beere eine kleine Naturapotheke. Die zur großen Familie der sekundären Pflanzenstoffe gehörenden Substanzen zählen zu den stärksten Antioxidantien überhaupt. Anthocyane schützen nicht nur die Zellen vor freien Radikalen, sondern haben einen direkten Einfluss auf die Genaktivität. Sie sind in der Lage, jene Gene zu aktivieren, die dem Körper mehr Schutz gewähren. Gleichzeitig blockieren sie solche, die für die Entstehung von Krankheiten verantwortlich sind.
Probieren Sie einmal ein erfrischendes Heidelbeersorbet. Dazu einfach Heidelbeeren mit Joghurt sowie Staubzucker oder Honig mischen und tiefkühlen lassen. Während des Gefriervorgangs öfters mal durchrühren, damit sich keine groben Eiskristalle bilden.

Ribisel

Wussten Sie, dass es an die 50 verschiedene Ribiselsorten gibt, die sich in Aussehen und Geschmack unterscheiden? Allen Variationen gemein ist der Reichtum an gesunden Inhaltsstoffen. Wie alle Beeren bestechen auch Ribisel durch ihren hohen Vitamin C-Gehalt. 100g schwarze Ribiseln liefern 4 mal so viel Vitamin C als Zitrusfrüchte. Die roten Früchte sind reich an löslichen, verdauungsfördernden Ballaststoffen, den sogenannten Pektinen. Pektine sind unter anderem für die gelierende Wirkung in Marmeladen verantwortlich. Ribisel eignen sich demnach hervorragend zum Einkochen.

Preiselbeere

Die Preiselbeere, die im Englischen auch auf den Namen Cranberry hört, ist ein fester Bestandteil der US-Volksheilkunde. Sie wird vor allem für ihre heilende Wirkung auf die Harnorgane geschätzt. Die in den Früchten enthaltenen Proanthocyane verhindern, dass sich Bakterien an den Zellwänden von Blase und Niere anhaften. Getrocknet sowie in Saft- und Kapselform erhältlich beugen die roten Beeren Infektionen vor und helfen sie auszukurieren. Etwas weniger bekannt ist ihre antibiotische Wirkung gegen Darmviren. Damit sind Preiselbeeren die ideale Kraftnahrung für Magen und Blase.

Stachelbeere

Die Beeren mit der haarigen Schale eignen sich hervorragend zur Zubereitung von Marmeladen und zum Backen. Trotz ihres herb-süßlichen Geschmacks weisen Stachelbeeren von allen Beerensorten den höchsten Zuckergehalt auf. Neben Gerbstoffen und Fruchtsäuren sind die Früchte mit der harten Haut reich an Vitamin C, Vitamin B1, Eisen, Magnesium, Kalzium, Phosphor und Silicium. Silicium stärkt sowohl die Struktur als auch die Funktion des Bindegewebes und erhöht die Festigkeit der Blutgefäße. Je elastischer das Bindegewebe in den Arterien ist, desto weniger arteriosklerotische Bruchstellen gibt es in den Arterienwänden. Dadurch sinkt das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Silvia Feffer-Holik
  • Erstellungsdatum

Quellen

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