6 Tipps gegen bakterielle Vaginose bei Frauen ab 20

Ein typisches Symptom ist krampfartiger Unterleibsschmerz, jede 2. betroffene Frau bleibt allerdings gänzlich beschwerdefrei. (ruigsantos - Fotolia.com)

Die bakterielle Vaginose gilt als häufigste Störung im Vaginalbereich bei Frauen im gebärfähigen Alter. Haben Frauen auffälligen Ausfluss, wird bei fast zwei Drittel eine bakterielle Vaginose festgestellt.

Ein Mangel an schützenden Milchsäurebakterien stört das Gleichgewicht der Vaginalflora und verschiebt den primär sauren pH-Wert von 3,8 - 4,4 in der Scheide in den basischen Bereich, 5,0 oder mehr. Zahlreiche Keime, aber auch Streptokokken, Chlamydien oder Mykoplasmen finden nun ideale Bedingungen vor, um sich zu vermehren, oder von außen einzuwandern. Typische Symptome sind fischig riechender, grau-weißlicher Ausfluss, Juckreiz, Brennen oder krampfartige Unterleibsschmerzen, jede 2. betroffene Frau bleibt allerdings gänzlich beschwerdefrei. Behandelt wird die bakterielle Vaginose mit lokalen oder oralen Antibiotika, sowie mit lokal angewandten Milchsäurebakterienpräparaten, die die Vaginalflora wiederaufbauen. Besonders in der Schwangerschaft ist die prophylaktische Behandlung wichtig, um das Risiko von Frühgeburten zu verringern. Mit diesen 6 Tipps lässt sich die lästige Erkrankung auch vermeiden!

 Überblick:

Tipp 1 gegen Bakterielle Vaginose: Nur mit Wasser waschen

Einer bakteriellen Vaginose kann man vorbeugen, indem man auf übertriebene Hygiene verzichtet. Gehen Sie Scheidenspülungen oder Intimsprays aus dem Weg. Sie zerstören das Gleichgewicht des empfindlichen Scheidenmilieus. Regelmäßiges Waschen mit Wasser ist vollkommen ausreichend. 

Tipp 2 gegen Bakterielle Vaginose: Die richtige Richtung beachten

Viele tun es täglich und man macht sich nicht wirklich Gedanken darüber, aber: Achten Sie bei der Reinigung nach dem Stuhlgang darauf, von vorne nach hinten (After) zu wischen und nicht umgekehrt. So wird vermieden, dass Darmkeime aus der Umgebung des Afters in die Scheide oder Harnblase aufsteigen.

Tipp 3 gegen Bakterielle Vaginose: Beim Analverkehr das Kondom wechseln

Auch Geschlechtsverkehr begünstigt die bakterielle Vaginose. Vor allem beim Wechsel von Anal- auf Vaginalverkehr sollte auf Sauberkeit (Verwendung von Kondomen) geachtet werden. Das Risiko, dass Darmbakterien in die Scheide gelangen, kann dadurch deutlich verringert werden.

Tipp 4 gegen Bakterielle Vaginose: Den eigenen pH-Wert messen

Schwangere und Frauen, die häufig mit Rückfällen zu kämpfen haben, können mittels Selbsttest aus der Apotheke schnell und unkompliziert den pH-Wert in der Scheide bestimmen und frühzeitig mit der Behandlung beginnen. 

Tipp 5 gegen Bakterielle Vaginose: Milchsäurebakterienprodukte

Milchsäurepräparaten die intravaginal, zur täglichen Pflege, aber auch oral eingenommen werden, können auch zur Vorbeugung verwendet werden. Zur Aufrechterhaltung einer gesunden Vaginalflora können Milchsäurebakterienprodukte auch präventiv in die Scheide eingeführt werden. Sprechen Sie über eine etwaige Anwendung aber vorher unbedingt mit einem Gynäkologen.

Tipp 6 gegen Bakterielle Vaginose: Bei diesen Faktoren aufpassen

Um sich gegen eine bakterielle Vaginose zu wappnen, kann man auch auf folgende Faktoren achten, die das Gleichgewicht der Scheide ins Wanken bringen:

  • Schwangerschaft
  • hormonelle Veränderungen - Wechsel, Verhütungsmittel
  • psychosozialer Stress
  • geschwächtes Immunsystem
  • aktives Sexualleben und häufig wechselnde Sexualpartner
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