Babys Haut im Sommer richtig schützen

Babys Haut im Sommer richtig schützen: Baby sitzt am Strand.
Besonders wichtig ist, dass Babys im Schatten bleiben, z.B. beim Picknick oder am Strand unter dem Sonnenschirm. (Mirma - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Haut

Ein Baby im Sommer zu gebären, wirft bei frischgebackenen Mamas viele Fragen auf: Welche Kleidung braucht das Baby im Sommer? Ab wann ist ein Strandurlaub möglich? Die wichtigste Regel im Sommer lautet, Babys empfindliche Haut und Augen stets ausreichend vor Sonneneinstrahlung zu schützen.

Erste Spaziergänge und kleine Ausflüge dürfen trotz Temperaturen um die 30 Grad stattfinden, solange das Kind nicht zu stark schwitzt und die meiste Zeit im Schatten verbringt. Vetrauen Sie auf Ihr Gefühl und beobachten Sie Ihr Kind genau, um Sonnenstichund Hitzeschlag vorzubeugen. Häufigeres Stillen versorgt das Baby mit genügend Flüssigkeit an heißen Sommertagen, leichte Kleidung beugt Überhitzung vor und dient zusätzlich als Sonnenschutz.

Luftige Kleidung

Die ersten Tage nach der Entbindung erholen sich Mama und Neugeborenes im geschützten Zuhause und werden gemeinsam mit dem Papa zur Familie. Nach ausgiebigem Kennenlernen, Kuscheln und erster Routine beim Stillen, Anziehen und Wickeln steht Spaziergängen an der frischen Luft nichts im Wege. Neugeborene haben eine sehr sensible Haut und können rasch einen Sonnenbrand bekommen. Babys sollten im Sommer eine dünne Kleidungsschicht tragen. Wenn sie sehr stark schwitzen, reicht auch ein Body aus. Neugeborene brauchen in den ersten Wochen außerdem eine Haube aus leichtem Material, auch bei Hitze. Kopfbedeckung, Leibchen, kurze Hose sowie Body schützen zusätzlich vor UV-Strahlung.

Aber Vorsicht vor zu viel Kleidung: Fall Sie dazu neigen, dem Baby zu viel anzuziehen, achten Sie darauf, dass der kleine Körper nicht überhitzt und ziehen Sie ihm im Zweifelsfall lieber etwas aus. Ein bisschen Schwitzen ist auch bei Neugeborenen normal und in Ordnung. Beginnt das Baby jedoch sehr unruhig zu werden oder zu schreien, ist ihm vermutlich zu heiß. Im Nacken kann man die Temperatur des Babys prüfen. Ist die Haut dort sehr warm und feucht, sollte in kühlere Räume bzw. auf leichtere Kleidung gewechselt werden.

Viel Flüssigkeit

So wie Erwachsene brauchen auch Babys mehr Flüssigkeit an heißen Tagen. Sie decken ihren Flüssigkeitsbedarf durch Muttermilch bzw. Milch durch Fläschchengabe. Ist es sehr heiß, muss auch dementsprechend öfter gestillt oder gefüttert werden. Größeren Babys kann bei Hitze zusätzlich Wasser angeboten werden.

Augenschutz: Schattenplätze bevorzugen

Besonders wichtig ist, dass Babys im Schatten bleiben, z.B. beim Picknick oder am Strand unter dem Sonnenschirm. Auch im Kinderwagen sollten junge Eltern das grelle Sonnenlicht bedenken: Damit die Kleinen nicht von der Sonne geblendet werden, ist ein Sonnensegel auf dem Kinderwagen empfehlenswert. Prinzipiell stören Temperaturen jenseits der 25 Grad aber nicht, Babys sind die warme Umgebung der Gebärmutter noch gewohnt. Der Kontakt mit Sonnenlicht muss auf keinen Fall gänzlich vermieden werden, Babys sollten sich aber noch nicht den ganzen Tag draußen aufhalten.

Vorsicht ist auch vor zu großen Temperaturschwankungen geboten, z.B. im Auto. Wird die Klimaanlage zu kalt eingestellt, kann sich das Baby leicht verkühlen. Eventuell sollte es im klimatisierten Auto wärmer angezogen werden.

Babyhaut braucht Schutz

Herkömmliche Sonnencreme ist für kleine Babys noch nicht geeignet, da die chemischen Inhaltsstoffe die empfindliche Haut reizen können. Wenn unbedingt notwendig, kann Haut, die nicht mit Kleidung bedeckt ist, mit speziellen Sonnenschutzmitteln mit mineralischen Schutzfiltern eingecremt werden.Die "baby-tauglichen" Lotionen bekommen Eltern vom Kinder- oder Hautarzt sowie in Apotheken.

Der erste Sommerurlaub

In der Phase von Rückbildung und Wochenfluss sind weite Urlaubsreisen ausgeschlossen. Eltern und Baby müssen sich erst annähern, Mama benötigt Erholung von den Strapazen der Geburt und das Baby muss erst seinen Rhythmus finden. Nach der Eingewöhnungsphase gibt es keinen fixen Zeitpunkt, ab dem Babys reisen dürfen. Ist das Kind 1 Monat alt, sind Urlaube auf jeden Fall unbedenklich. Auch Fliegen ist in Ordnung. Babys können aber bewusst noch keinen Druckausgleich machen. Bei Start und Landung sollte daher gestillt bzw. gefüttert werden, durch das Schlucken 'gehen die Ohren auf'. Bei langen Autofahrten sind häufige Pausen wichtig, damit das Baby sich zwischenzeitlich erholen kann.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Medizinischer Experte

Hebamme

Doris Ruthensteiner

Quellen

  • Interview mit Hebamme Doris Ruthensteiner, am 28.07.2014
  • Hebammen Gesundheitswissen, Für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach, S. Höfer, N. Szász, Gräfe &Unzer, München, 2012
  • Die Hebammensprechstunde, I. Stadelmann, 8. Auflage, Stadelmann Verlag, Wiggensbach, 2008

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