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Aufschieberitis: Folgen des Aufschiebens

Auch wenn wir am Ende oft im Chaos zu versinken drohen, bleiben wir dem Prinzip des Aufschiebens treu. (grimaldello - Fotolia.com)

Nur nicht jetzt erledigen: Die Aufschieberitis kann jeden treffen, die gesundheitlichen Folgen werden aber unterschätzt. Wer Aufgaben verdrängt, könnte damit Stress und Depressionen fördern.

Die Hausübung noch schnell in der Pause erledigen, mit dem Lernen für die Uni-Prüfung etwas später anfangen oder Rechnungen erst nach der dritten Mahnung bezahlen – das Aufschieben gehört zu den Paradedisziplinen des Menschen. Im Volksmund spricht man bei besonders stark Betroffenen von Aufschieberitis, der Fachausdruck lautet Prokrastination. Vor allem junge Männer sind Statistiken zufolge Experten darin, wichtige Aufgaben so lange vor sich hin zu schieben, dass das Stresslevel steigt.

Keine Faulheit

Wie Untersuchungen zeigen, kann dies auch zu negativen Konsequenzen für die Gesundheit führen. Neben Stress sind auch Angstzuständen, Erschöpfung und sogar Depressionen möglich. Obwohl die Zahl der Betroffenen bei anstehenden Akademikern besonders hoch ist, bestätigt dies laut Experten nicht das Bild des faulen Studenten. Schuld an dem Phänomen sei keine fehlende Leistungsbereitschaft, sondern der Druck, gute Noten erreichen zu wollen.

Was hilft?

Gut gemeinte Ratschläge, um gegen das Aufschieben anzukommen, gibt es viele. Tatsache ist wohl aber, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, um mit Dingen rechtzeitig anzufangen. Vielen hilft es, sich einen Arbeitsplan mit möglichst kleinen Schritten zurecht zu legen. So verlieren größere Aufgaben ihren furchteinflößenden Charakter und darüber hinaus ist jedes erreichte Zwischenziel ein willkommenes Erfolgserlebnis.  

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