Asthma als Folge einer Allergie

Asthma als Folge einer Allergie: Mädchen streichelt Katze
Sollten Kinder auf Katzenhaare allergisch reagieren, so kann das unbehandelt schwere Auswirkungen auf die Lunge haben. (Oksana Kuzmina - Fotolia.com)
Dieser Artikel ist Teil des Gesundheitsfensters Allergie
Experten schlagen anlässlich des Welt-Asthmatages am 6. Mai Alarm: Allergien treten immer häufiger auf, unbehandelt kann sich aus allergischem Schnupfen und Husten Asthma entwickeln.

In Österreich sind rund 800.000 Menschen von Asthma betroffen, bei Kindern ist Asthma bereits die häufigste chronische Erkrankung. Bei der Entwicklung dieser Atemwegserkrankung spielen Allergien eine sehr große Rolle: Das Immunsystem reagiert gegen Eiweißstoffe in Nahrungsmitteln oder Tierfellen mit Abwehrreaktionen wie allergischem Schnupfen (allergische Rhinitis) oder auch Husten. Zirka 4 von 10 der nichtbehandelten Patienten mit allergischem Schnupfen entwickeln innerhalb von 5 bis 15 Jah­ren Asthma. Viele kommen erst zum Arzt, wenn Atembeschwerden oder pfeifende Geräusche beim Luftholen das Leben erschweren.

Doch soweit muss es erst gar nicht kommen, wie Prim. Priv.-Doz. Dr. Fritz Horak, Leiter des Allergie-Zentrum Wien-West betont: "Je früher eine Allergie unter anderem mit Hilfe des Prick-Tests und einer Blutunter­suchung festgestellt und behandelt wird, desto höher ist die Chance, der Entstehung von Asthma vorzubeugen".

Asthma verschlechtert Lungenfunktion

Kinder sind besonders gefährdet Asthma zu entwickeln, etwa 43.000 Kinder zwischen 2 und 6 Jahren sind erkrankt. Sollten die Kleinen während der ersten 3 Lebensjahre auf Allergene wie Hausstaubmilbe, Tierhaare, Pollen oder auch auf Eiweißstoffe in Lebensmitteln (Nahrungsmittelallergie) mit Husten und Schnupfen reagieren, so kann das unbehandelt schwere Auswirkungen auf die Entwicklung der Lunge haben.
Dabei geben Allergiker ihre Veranlagung sehr oft an ihre Kinder weiter: Sind beide Eltern Allergiker, beträgt das Risiko für den Nachwuchs zwischen 60 und 80 %, ist nur ein Elternteil allergisch, liegt die Wahrscheinlichkeit an einer Allergie zu erkranken bei 20 bis 40 %.

Quellen