3 Fitness-Apps im Vergleich

Montage von Fitness-Apps und Handy - Fitness-App im Test
3 Apps im gesund.at-Test: "Tägliche Trainings", "Runtastic", "Runkeeper. (Montage)
Wer fit bleiben, Gewicht verlieren oder an einem Wettkampf teilnehmen möchte, wird das ohne ausreichende körperliche Ertüchtigung kaum schaffen. Viele Menschen können sich jedoch nur schwer dazu aufraffen, mehrmals pro Woche Sport zu betreiben.

Zum Glück gibt es eine Reihe von Fitness-Apps für das Smartphone. Diese liefern ihren Nutzern nicht nur die nötige Motivation für das regelmäßige Workout, sondern auch die richtigen Trainingspläne und Übungsanleitungen. Gesund.at hat drei Apps für Android und iOS getestet, die jeden Typen - vom Bewegungsmuffel über den Hobby-Sportler bis hin zum Fitness-Fanatiker - dabei unterstützen, sein Ziel zu erreichen.

Was kann welche App?

Eines vorweg: Die Bewertung des gesund.at-Tests mit den Apps "Tägliche Trainings", "Runkeeper" und "Runtastic" folgt nach dem österreichischen Schulnoten-System 1-5.

App

Was kann die App

für wen ist diese App geeignet

für wen ist sie nicht geeignet

gesund.at Bewertung

 

Tägliche Trainings

  • Kräftigungsübungen für verschiedene Muskelgruppen
  • Videoanleitungen
  • zufällig erstellte Workouts mit max. 10 Minuten Länge
  • individuelle Trainingspläne

Bewegungs-muffel

Hobby- und
Profi-Sportler

3

Runkeeper

  • Aufzeichnung von Distanz, Zeit und Tempo
  • Fortschrittsdurchsagen und Musik-Zugriff
  • Eigene Workouts und Ziele festlegen
  • 4 Profi-Trainingspläne
  • Anbindung an soziale Netzwerke

Hobby-Sportler

Fitness-Fanatiker und datenschutzbewusste Menschen

1

Runtastic

  • Aufzeichnung von Distanz, Zeit und Tempo
  • Anbindung an soziale Netzwerke
  • Musik-Zugriff

Kostenpflichtig:

  • verschiedene Profi-Trainingspläne
  • Kurzgeschichten zur Motivation
  • Individuelle Ziele, Workouts und Fortschrittsdurchsagen

erfahrene Sportler

Bewegungsmuffel, datenschutzbewusste Menschen

2

 

Das ist die "Tägliche Trainings"-App

Wer keine allzu großen sportlichen Ambitionen hat, aber seinem Körper etwas Gutes tun möchte, sollte sich die kostenlose "Tägliche Trainings"-App auf das Handy holen. Es handelt sich hierbei um eine Kombination aus fünf Apps, die einfache Kräftigungsübungen für

  • Herz
  • Arme
  • Bauch
  • Beine und Po zeigen.

Den Großteil dieser Übungen können Sie zuhause oder im Büro machen, da Sie keine besonderen Hilfsmittel benötigen. Wer kein Ganzkörper-Training absolvieren möchte, hat auch die Möglichkeit, sich auf eine bestimmte Muskelgruppe zu konzentrieren. Die fünf Apps, die im "Tägliche Trainings"-Paket enthaltenen sind, lassen sich auch einzeln herunterladen.

tägliche trainings

Screenshot Google Play Store

5- bis 10minütiges Training

Die Beschreibung der Übungen ist zwar auf Englisch. Es gibt allerdings Videoanleitungen, die erklären, wie man sie richtig ausführt und wie lange man sie machen sollte. Die Gefahr, sich zu überanstrengen, besteht nicht: Jedes Trainingsprogramm wird so zusammengestellt, dass es maximal 5 bis 10 Minuten lang dauert. Wer bereit ist, etwas Geld für die werbefreien Vollversionen auszugeben, vergrößert damit den Leistungsumfang. So schalten Sie zum Beispiel 10 zusätzliche Übungen pro Muskelgruppe frei. Darüber hinaus bekommen sie abwechslungsreichere Workouts sowie die Möglichkeit, Ihren eigenen Trainingsplan zu erstellen.

Schönheitspreis gewinnt die App jedoch keinen: Die Entwickler haben ein simples, langweiliges Design gewählt, welches Nutzer kaum anspornen wird, "Tägliche Trainings" regelmäßig zu starten. Des Weiteren hat man die angebotenen Übungen recht schnell verinnerlicht, was zur Folge hat, dass die App bereits nach wenigen Aufrufen überflüssig wird. Hobby- oder Profi-Sportler dürften zudem mit dem Großteil der Übungen vertraut sein, weshalb ihnen diese App keinen Mehrwert bietet.

Die "Tägliche Trainings"-App ist sowohl für Android-Handys als auch für das iPhone verfügbar. Die jeweiligen Vollversionen kosten 72 Cent pro Stück, Sie können aber auch das Paket-Upgrade für einmalig 2,90 Euro holen. Ein weiterer Bonus der App: Anders als Runkeeper oder Runtastic verlangt "Tägliche Trainings" im Zuge der Installation keinen Zugriff auf Ihre persönlichen Daten.

Das ist die App "Runkeeper"

Wenn Sie abnehmen oder Ihre Fitness verbessern möchten, gelingt Ihnen das mit der Hilfe von "Runkeeper". Die kostenlose App erfasst per GPS-Ortung die Distanz, die Sie beim Laufen, Radfahren oder beim Ausüben anderer Sportarten zurücklegen. Darüber hinaus misst Runkeeper Ihren Kalorienverbrauch und die Geschwindigkeit, mit der Sie unterwegs sind. Während einer Tour können Sie Ihren Fortschritt jederzeit in der App beobachten. Bei Bedarf werden Sie sogar per Audiosignal über die bereits geschaffte Strecke, die bisherige Laufdauer und Ihr Durchschnittstempo informiert. Damit Sie beim Workout nicht auf Musik verzichten müssen, bietet Runkeeper zudem Zugriff auf Streaming-Dienste wie Spotify und die MP3-Dateien, die auf Ihrem Handy gespeichert sind.

runkeeper

Screenshot Google Play Store

Professionelle Trainingspläne

Abgesehen davon verfügt "Runkeeper" über viele Funktionen, die Sie zu mehr Bewegung animieren. So haben Sie im Zuge der Erstanmeldung bei "Runkeeper" z.B. die Möglichkeit, sich einen von vier professionellen Trainingsplänen auszusuchen. Jeder dieser Pläne verfolgt ein anderes Ziel, z.B. den Fettabbau oder das Erlernen des richtigen Laufens. Wer das gewählte Programm nicht abarbeiten möchte, setzt sich stattdessen ein eigenes Ziel. Das kann mitunter eine bestimmte Distanz, Durchschnittsgeschwindigkeit oder ein Wunschgewicht sein. Darüber hinaus lassen sich mit Hilfe von "Runkeeper" eigene Workouts erstellen. Einen zusätzlichen Motivationsschub bringt auch die Anerkennung durch Freunde, die Sie bekommen, wenn Sie Ihre Aktivität auf Facebook teilen.

Wer sich ehrgeizige Ziele gesetzt hat, zum Beispiel die Teilnahme an einem Wettkampf, trifft mit "Runkeeper" jedoch die falsche Wahl. Der Leistungsumfang der App ist zu gering, um Sportlern eine optimale Vorbereitung zu ermöglichen. Nutzer, die Wert auf Datenschutz legen, werden den Download der App ebenfalls scheuen. "Runkeeper" verlangt im Zuge der Installation nämlich Zugriffsrechte auf eine Reihe sensibler Daten.

Wer bereit ist, 9,99 Euro für ein Monats- oder 39,99 Euro für ein Jahres-Abo von "Runkeeper" auszugeben, schaltet damit detaillierte Bewegungsaufzeichnungen frei. Darüber hinaus können Sie Ihre Aktivitäten live auf Facebook oder Twitter übertragen, um sich von Familie und Freunden anfeuern zu lassen. "Runkeeper" ist sowohl für Android-Handys als auch für das iPhone verfügbar.

Das ist die App "Runtastic"

Sollten Sie sich größeren sportlichen Herausforderungen stellen wollen, finden Sie in "Runtastic" den idealen Partner. Die kostenlose Basis-Variante der App stehen zwar nur rudimentäre Funktionen wie das Aufzeichnen der gelaufenen Strecke und Geschwindigkeit zur Verfügung. Einen Mehrwert bieten jedoch die Zusatzinhalte, die Sie kostenpflichtig freischalten müssen. Für 20 Euro aufwärts bekommen Sie professionelle Trainingspläne, die zeigen, wie Sie eine Bikini-Figur bekommen oder es schaffen, einen Marathon zu laufen.

runtastic

Screenshot Google Play Store

Kurzgeschichten für Motivation

Wer keine derartigen Anleitungen benötigt, sondern das stundenlange Training für die Traumfigur abwechslungsreicher gestalten möchte, für den hat "Runtastic" ebenfalls einiges im Angebot. So können Sie für rund einen Euro verschiedene Audio-Kurzgeschichten freischalten, die Ihnen die nötige Motivation geben, Ihr Programm durchzuziehen. Musik - sofern Sie welche auf Ihrem Handy gespeichert haben - können Sie während Ihrer sportlichen Aktivität kostenlos anhören.

Wenn Sie in erster Linie Ziele festlegen, Workouts zusammenstellen und laufende Fortschritts-Ansagen hören möchten, reicht es aus, wenn Sie für 4,99 Euro die Pro-Version kaufen. Bevor Sie diese Ausgabe tätigen, lohnt es sich jedoch, "Runkeeper" zu installieren. Die App bietet die besagten Dienste bereits in der kostenlosen Version an. "Runtastic" ist sowohl für Android-Handys als auch das iPhone verfügbar.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Mag. Silvia Feffer-Holik, Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Quellen

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