5 Sommer-Tipps gegen Wespen und Co

5 Sommer-Tipps gegen Wespen und Co: Wespe nascht Marmelade.
Wespen lieben Süßes, wie z.B. Marmelade. Eine "eigene Portion" hält Sie von Ihrem Essen fern. (pixelnest - Fotolia.com)
Mit den warmen Temperaturen im Sommer ist auch das lästige Ungeziefer nicht weit. Wespen, Bremsen, Ameisen und Gelsen machen sich in Haus und Garten breit. Mit folgenden Tipps und ohne Chemie können Sie die Insekten in Schach halten.

Unzählige Insektenschutzmittel und -fallen gibt es zu kaufen, die meisten allerdings auf chemischer Basis. Wespen, Bremsen und anderes Getier reagieren aber auch auf natürliche Stoffe empfindlich, z.B. auf Lavendel, Basilikum, Nelken oder Weihrauch. Insektenschutzgitter sind stets eine gute Investition, sie halten den Großteil der unerwünschten Gäste vor der Tür. Viele vermeintliche Schädlinge sind außerdem Nützlinge: Spinnen fressen z.B. die für Menschen sehr lästigen Gelsen. Treten Sie also nicht sofort auf Spinne und Ameisen, sondern machen Sie sich die Abwehrmittel der Natur zu Nutze.

Tipp 1: Weihrauch und Basilikum gegen Wespen

Wespen können das Essen im Freien sehr unangenehm gestalten, angelockt von zucker- und eiweißhaltigen Speisen, steuern sie die gefüllten Teller an. Das kann vor allem für Menschen mit Insektengiftallergie gefährlich werden. Ein guter Trick ist, für die Wespen eine "Extraportion" bereitzustellen, z.B. ein paar Stücke süßes Obst oder einen Klecks Marmelade. Davon können sie sich in Ruhe bedienen und stören Sie nicht weiter. Sie essen gerne Mozzarella mit Tomaten und Basilikum? Gut so! Die ätherischen Öle der Basilikum-Blätter sind Wespen zuwider. Beträufeln Sie zusätzlich ein Stück Holz oder Stoff mit Nelkenöl - das können Wespen nicht leiden und bleiben dem Tisch fern. Auch Weihrauch ist ihnen ein Graus. Stellen Sie Weihrauchpflanzen z.B. auf der Terrasse auf. Mücken mögen den Geruch ebenfalls nicht, was einen netten Nebeneffekt darstellt. Lassen Sie süße Getränke (v.a. Dosen) nicht offen stehen. Sie könnten einen Stich in Mund oder Hals riskieren, was schlimme Folgen haben kann.

Damit Wespen nicht in die Innenräume gelangen, sind Insektenschutzgitter empfehlenswert. Halten Sie Ihr Zuhause möglichst in Schuss, um das Entstehen von Wespennestern zu vermeiden. Das Entfernen aktiver Nester sollten Sie besser Experten der Schädlingsbekämpfung überlassen, da bedrohte Wespen aggressiv reagieren können.

Tipp 2: Nelken- und Zitrusöl gegen Bremsen

Kaum hat man es sich im Grünen am See gemütlich gemacht, kommen Bremsen angeschwirrt, setzen sich auf die Haut und hinterlassen schmerzhafte und juckende Schwellungen. Bremsen sind hartnäckig und lassen sich nicht leicht vertreiben, sie mögen nämlich den menschlichen Schweißgeruch. Versuchen Sie also Ihren "natürliches Lockmittel" sooft als möglich abzuwaschen bzw. durch andere Gerüche zu übertünchen. Eine Mischung aus Oliven-, Nelken- und Zitrusöl auf exponierte Körperstellen (Arme, Schultern, Beine etc.) aufgetragen, macht Sie für Bremsen "unriechbar". Bremsenstiche tun weh und bluten sogar manchmal, da die Insekten Stoffe in ihrem Speichel haben, welche die Blutgerinnung hemmen. Versuchen Sie nicht zu kratzen, desinfizieren Sie den Stich und tragen Sie eventuelle kühlende Salben oder Gele auf.

Tipp 3: Schutzgitter und Knoblauch gegen Gelsen

Sowie das gemütliche Grillen im Garten an lauen Sommerabenden beginnt, nehmen die Gelsen Einzug und stören mit hohen Summ-Geräuschen und juckenden Stichen. Indoor schützen Insektenschutzgitter und Gelsenstecker, Outdoor sind Knoblauch und Essig z.B. wirkungsvolle Abwehr-Tipps gegen Gelsen.

Tipp 4: Kreide und Zimt gegen Ameisen

Ameisen transportieren ihre Nahrung in langen Ameisenstraßen zum Ameisenhügel - leider führen diese Straßen auch oft durch Häuser und Wohnungen. Haben die Ameisen das "Schlaraffenland" der Vorratskammern, Marmeladegläser und Brotkrümel unter der Couch entdeckt, holen Sie Verstärkung und beginnen womöglich auch im Haus eine Population zu gründen.

Damit die Ameisen gar nicht erst durch geöffnete Terrassentüren spazieren, können Sie einen dicken Kreidestich davor ziehen. Ameisen überqueren die Kreide nicht. Sie müssen den Strich allerdings öfter nachziehen, da Wind und Wetter den Kreidestrich verwehen und für Ameisen passierbar machen. Auch Teebaumöl mögen die Insekten nicht - vermischt mit Wasser und im Haus verteilt, hält es sie fern. Viele mögen den Geruch von Teebaumöl nicht, eine Alternative ist auf die Ameisenstraße gestreuter Zimt. Verschließen Sie außerdem alle Ritzen in Wänden und Leisten mit Silikon oder Leim. Lassen Sie keine Lebensmittel offen herumliegen und reinigen Sie die Futternäpfe Ihrer Hund und Katzen so oft wie möglich - denn auch Tierfutter-Reste locken Ameisen an.

Tipp 5: Fliegengitter und Lavendel gegen Spinnen

Viele Menschen haben Angst vor den achtbeinigen Skorpion-Verwandten - dabei sind Spinnen ideale "Haustiere": Ihre Leibspeise sind nämlich lästige Fliegen, die auf ihr Essen und blutsaugende Mücken, die an Ihre Haut wollen. Von den 1.000 in Österreich beheimateten Arten sind zudem nur 3 schwach giftig: die Kreuzspinne, die Dornfingerspinne und die Wasserspinne. Wie der Name schon sagt, lebt die Wasserspinne in Gewässern und die Dornfingerspinne bevorzugt hohes Gras. Die einzige, die sich in Häusern und insbesondere in Kellern und Gartenhäuschen aufhält, ist die Kreuzspinne. Solange man sie in Ruhe lässt, wird sie dem Menschen auch nichts tun. Gerät sie jedoch in Bedrängnis, beißt sie womöglich zu. Für gesunde Personen ist ein Spinnenbiss nicht gefährlich, nur etwas schmerzhaft. Vorsichtig ist für Menschen mit Insektengiftallergie geboten, da Spinnengift ähnliche Reaktionen im Körper auslösen kann wie Wespen- oder Bienengift.

Bringen Sie Fliegengitter an, damit die Spinnen nicht ins Haus kommen. Spinnen können außerdem den Duft von Lavendel nicht ausstehen. Stellen Sie Töpfe mit Lavendel im Haus auf oder zünden Sie entsprechende Duftkerzen an. Haben Sie trotzdem eine Spinne in Ihren 4 Wänden und möchten Sie loswerden, bringen Sie sie nicht um. Bleiben Sie ruhig und lassen die Spinne z.B. auf ein Blatt Papier klettern und tragen Sie sie hinaus. Spinnen sind ein wichtiger Teil des Ökosystems, sie fressen Insekten und dienen anderen Tieren als Nahrung.

Quellen

  • Was ist Was, Band 73: Spinnen, S. Steghaus-Kovac, Tessloff Verlag, Nürnberg, 2002
  • Was ist Was, Band 19: Bienen, Wespen und Ameisen, Tessloff Verlag, Nürnberg, 2008
  • Insekten, Spinnen und Co, Naturdetektive - Bundesamt für Naturschutz, compact via, München, 2010