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Neues Super-Antibiotikum entdeckt

Neues Super-Antibiotikum entdeckt: Bakterien unterm Mikroskop
Antibiotika töten Bakterien ab - gelten die Bakterien als resistent, so ist das Antibiotikum nutzlos. (fotoliaxrender - Fotolia.com)

Tripper, Tuberkulose, MRSA: Immer mehr Keime sind gegen Antibiotika resistent. US-Forscher haben ein neues Antibiotikum entdeckt - aus Bodenbakterien gewonnen soll es hochwirksam sein.

Gegen viele Antibiotika, die seit Jahrzehnten auf dem Markt sind, bestehen jetzt bereits Resistenzen. Das bedeutet, sie wirken nicht bei bestimmten Krankheitserregern. Gegen das neue Antibiotikum seien, den Forschern der Northeastern Universität in Boston zufolge, Keime weniger anfällig Widerstände zu entwickeln. Die Kultivierungsmethode könnte einfacher nicht sein: Die Erreger wurden im Erdboden vergraben, wo sich eine Vielzahl an Bakterien befindet, die sie abtöten und somit antibiotisch wirken. Das schreiben die Forscher im Fachjournal "Nature".

Bakterien in Boxen vergraben

Woher kommen Antibiotika? Sie wurden für gewöhnlich aus Schimmelpilzen und anderen Bodenmikroben im Labor kultiviert. Viele dieser Bodenmikroben überleben aber in Laborsituationen nicht, daher vergruben die Forscher Erreger in speziellen Boxen direkt in den Boden, wo sich die Bodenbakterien über sie hermachten. Nachdem die Wissenschafter die Proben wieder ausgruben, testeten sie welche chemischen Vorgänge stattgefunden hatten.

25 neue mögliche Antibiotika gefunden

25 neue Antibiotika konnten so entdeckt werden. Das stärkste unter ihnen: Teixobactin. Es tötet bei Mäusen Bakterien ab, die gegen herkömmliche Antibiotika resistent sind, ohne Körperzellen anzugreifen. Versuche beim Menschen sollen folgen.

Quellen

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