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Was eine Allergie mit Asthma zu tun hat

Vielen Asthma-Erkrankungen geht eine Allergie zuvor, Experten fordern eine engere Verknüpfung bei der Diagnose-Stellung. (WavebreakMediaMicro - Fotolia.com)

Eine rinnende Nase und rote Augen gehören zu den bekannten Symptomen, die Gefahr von Allergien wird aber gerne unterschätzt. Aber Vorsicht: sie sind oft Vorbote einer Asthma-Erkrankung.

Etwa 2 Millionen Österreicher sind von einer Allergie betroffen, Tendenz steigend. In manchen Teilen des Landes gibt es mittlerweile einen akuten Mangel an entsprechenden Fachärzten, Hausärzte sind mit Allergikern oft überfordert. Diese Situation ist vor allem in der Hinsicht bedenklich, dass fast 40% der Betroffenen im Laufe ihres Lebens Asthma entwickeln.

Engere Verknüpfung

Welche Allergiepatienten später von Asthma betroffen sein werden und wann die Krankheit ausbricht, ist trotz intensiver Forschung momentan noch nicht bekannt. Experten empfehlen Allergikern daher eine regelmäßige Kontrolle der Lungenfunktion. Wünschenswert sei auch eine engere Verknüpfung bei der Diagnose. So sollte eine Person, bei der gerade eine Allergie festgestellt wurde, idealerweise sofort auf Asthma untersucht werden.

Therapietreue problematisch

Im Rahmen eines Pressegesprächs forderte die Österreichische Lungenunion außerdem eine bessere Aufklärung der Patienten ein. Die Therapietreue sei bei Asthmatikern und Allergikern besonders schlecht, mehr als die Hälfte der Betroffenen würde die Behandlung frühzeitig abbrechen. Insbesondere die Nebenwirkungen der üblichen Cortisontherapie werden aufgrund fehlender Informationen oft überbewertet.

Immuntherapie senkt Risiko

Gute Nachrichten gibt es hingegen bezüglich der spezifischen Immuntherapie (SIT), bei welcher der Körper auf das entsprechende Allergen sensibilisiert wird. Der allergieauslösende Stoff wird dabei per Spritze oder oral in kleinen Dosen verabreicht, damit der Körper lernt, ihn zu tolerieren. Neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Immuntherapie sogar das Risiko einer Asthmaentwicklung verringern könnte.

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