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Studie: Auch moderater Alkoholkonsum ist schädlich

Studie: Auch moderater Alkoholkonsum ist schädlich
Ob sich Wenigtrinker gesünder ernährt hätten und daher länger lebten, wurde in den vorangegangenen Studien nicht berücksichtigt. (Africa Studio - Fotolia.com)

Alkohol in Maßen wirkt positiv auf die Gesundheit - "Unsinn!", sagt eine neue Untersuchung: Alkohol ist auch in geringen Mengen nicht gesund.

Frühere Studien haben zu der weitverbreiteten Annahme geführt Alkohol sei lebensverlängernd, das tägliche Achterl Wein gesund. Lebensstilfaktoren wie Ernährung oder Bewegung hätten aber miteinbezogen werden müssen, meinen die Forscher des University College of London, die jetzt dazu eine neue Analyse im "British Medical Journal" veröffentlicht haben.

Lebensverlängernd durch statistische Ungenauigkeit

18.000 Engländer über 50 Jahren zeichneten 10 Jahre lang ihre Trinkgewohnheiten auf. Der Vergleich zwischen Gelegenheitstrinkern und Nicht-Trinkern ergab, dass moderater Alkoholkonsum Gesundheit und Lebenserwartung nicht positiv beeinflusst. Denn, ob sich Wenigtrinker gesünder ernährt hätten und daher länger lebten, wurde in den vorangegangenen Studien nicht berücksichtigt.

Anti-Alkoholiker verzerrten Studienergebnisse

Ehemalige Alkoholiker wurden zudem in Studien oftmals der Gruppe der Nicht-Trinker zugeordnet. Alkoholismus verursacht Langzeitschäden und sorgt für einen frühzeitigen Tod. Die Gruppe der Nicht-Trinker (mit den Ex-Trinkern) hatte somit von Beginn an schlechtere Voraussetzungen bezüglich ihrer Lebenserwartung. Dadurch verzerrten sich die Studienergebnisse: Die Gruppe der moderaten Trinker lebte nur scheinbar länger als die der Nicht-Trinker.

Quellen

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