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Warum Kinder keinen Alkohol kosten sollen

Warum Kinder keinen Alkohol kosten sollen
(K.-U. Häßler - Fotolia.com)

Kinder, die vor dem 12. Lebensjahr hin und wieder "ein Schlückchen" Alkohol kosten dürfen, neigen als Jugendliche eher zu übertriebenem Alkoholkonsum. Der Ratschlag der Wissenschafter der Brown University: Eltern sollten Kinder gar keinen Alkohol erlauben.

Fast ein Drittel der befragten Jugendlichen haben als Kind gelegentlich ein wenig Bier oder Wein getrunken, harte alkoholische Getränke waren eher die Ausnahme. Sie waren durchschnittlich 7,6 Jahre alt, als sie erstmals Alkohol probiert haben. Der Zugang zu dem alkoholischen Getränk erfolgt meist durch die Eltern. Dabei zeigt sich: Mütter lassen ihre Kinder häufiger Alkohol probieren als Väter. Jugendliche, die früh Zugang zu Alkohol haben, trinken später öfters und größere Mengen.

Verbote vermeiden als Suchtprävention?

Viele der Eltern, die ihren Kindern Alkohol in kleinen Mengen erlauben, meinen es gut. Ein häufiger Grund, der in der Studie angegeben wurde, war das Vermeiden von Verboten. Mütter und Väter glauben, dass Alkohol für Jugendliche besonders attraktiv werden würde, wenn es zu Hause strikte Regeln gegen Alkoholkonsum gibt. Eltern entschärfen vermeintlich das Tabu-Thema Alkohol, indem sie ihren Kindern den einen oder anderen Schluck Wein oder Bier erlauben. Dadurch könnten Kinder einen "verantwortungsbewussten Umgang" mit Alkohol im geschützten Kreis der Familie erlernen, so die Überlegung.

Zugang erleichtert durch frühes Probieren

Diese Theorie bestätigt sich in der Praxis nicht: Vielmehr scheint es, dass Jugendliche sich mit Alkohol bereits vertraut fühlen, wenn sie ihn als Kind konsumiert haben. Die Hemmschwelle, ihn später im Übermaß zu konsumieren, ist dann niedriger.

Quellen

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