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Ältere Autofahrer sind nicht gefährlich, sondern gesund!

Ältere Menschen sollten auch im Straßenverkehr als Bereicherung gesehen werden. (highwaystarz - Fotolia.com)

Das Klischee, ältere Menschen wären im Straßenverkehr eine Gefahr für die Allgemeinheit, hat sich längst etabliert. Eine neue Studie verrät wie wenig wirklich an dem Mythos dran ist.

Trotz ihrer Überlegenheit in Sachen Lebenserfahrung haben es Senioren in so manchem Bereich wirklich nicht leicht. Allgemeiner Respekt wird ihnen etwa im Straßenverkehr nicht entgegengebracht. Wer einen älteren Menschen am Steuer eines Autos erblickt, packt ab und an auch einmal ein paar Klischees aus. Doch vor einer vermeintlich langsameren Reaktionsgeschwindigkeit oder Kurzsichtigkeit der erfahrensten Autolenker braucht man sich keineswegs zu fürchten.

Junge stärker gefährdet

In einer britischen Studie wurde nun festgestellt, dass Menschen über 70 kein erhöhtes Risiko für den Straßenverkehr darstellen. So sind etwa junge männliche Fahrer zwischen 17 und 21 im Schnitt vier Mal häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt als Senioren. Lediglich die Wahrscheinlichkeit eines Todesfalls ist bei einem Unfall für ältere Menschen etwas höher. Dies ist einfach dem naturgemäß im Schnitt etwas schlechteren Körperzustand geschuldet.

Autofahrer leben länger

Für viele der älteren Semester selbst ist das Autofahren jedenfalls essentiell. So können sie ihre Mobilität aufrechterhalten, möglichst viele Aufgaben alleine erledigen und leichter Freunde besuchen. Weil davon auch die Psyche profitiert, leben Menschen, die sich bis ins hohe Alter aktiv am Verkehr beteiligen im Schnitt länger. Haushaltsunfälle sind bei Senioren außerdem wesentlich häufiger als Verkehrsunfälle.

Größere Schilder?

Da unsere Gesellschaft durchschnittlich immer älter wird, werden auch Autofahrer im höheren Alter häufiger. Experten sehen in diesem Umstand auch die Politik gefordert, da sich Verkehrsregelungen meistens eher an jungen Fahrern orientieren. So seien Aufschriften auf manchen Schildern zu klein gestaltet, neue Ampelschaltungen könnten zudem die Geschwindigkeit des Straßenverkehrs ein wenig reduzieren.

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