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Rasieren war gestern, Achselhaare sind heute

Sich die Achselhaare wachsen und vielleicht auch noch einfärben zu lassen, liegt im Trend. (Montage: @mamacookling - Twitter.com/@freeyourpits - Instagram.com)

Das Tragen von Achselhaaren ist bei Frauen seit jeher stark umstritten, zuletzt kam ein regelrechter Hype um kuschlige Achselhöhlen auf. Doch ist das Rasieren eigentlich gesund?

Für viele Frauen zählt die einfache Regel zu den Grundfesten der Schönheitsbibel: Achselhaare müssen rasiert werden, so einfach ist das. Aber immer mehr Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts empfinden diese Einstellung als veraltet, sie wollen sich dem als sexistisch empfundenen Ideal nicht mehr beugen. Insbesondere soziale Netzwerke wurden in den letzten Jahren Schauplatz verschiedenster Trends hin zu einer behaarten Achselhöhle.

Befreit die Höhle!

Im Sommer 2015 etwa waren es vor allem Prominente wie beispielsweise Pop-Star Madonna, die unter dem Hashtag #freeyourpits wortwörtlich für eine Befreiung der Achselhöhle plädierten. Besonders modern war es damals, das Eigengewächs einzufärben, um es stolz zu betonen. In diesem Jahr hingegen löste eine bis dahin unbekannte 16Jährige einen Social Media-Hype aus. Adele Labo aus Frankreich erklärte "Les princesses ont des poils", also, dass auch Prinzessinnen Haare haben.

Nicht ganz unnütz

Unter dem gleichnamigen Hashtag schlossen sich Dutzende Frauen aus aller Welt an und präsentierten stolz Achsel- und Beinbehaarung. Was bei der feministisch geprägten Debatte etwas in den Hintergrund gerät, ist der gesundheitliche Aspekt von Achselhaaren. Auf den ersten Blick scheinen sie ein sinnloses Überbleibsel der Evolution zu sein, tatsächlich aber erfüllen sie verschiedene Zwecke. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Aufnahme von Schweiß, was vor allem bei sehr hohen Temperaturen eine Rolle spielt.

Ist das attraktiv?

Denn der hauptsächlich aus Wasser bestehende Schweiß verdunstet in den Haaren und sorgt dadurch für Verdünstungskälte. Das ist zwar keineswegs überlebenswichtig, in besonders warmen Regionen aber durchaus ein Vorteil für den Körper. Was angesichts des heutigen Schönheitsideals aber noch verblüffender ist, ist die Tatsache, dass Achselbehaarung eigentlich attraktiv sein sollte.

Im Endeffekt egal

Immerhin verstärkt sie die Ausschüttung der Pheromone, also der Sexualhormone. Ob sich unser Gegenüber wirklich davon angezogen fühlt, ist natürlich auch von dessen persönlichen Vorlieben abhängig. Rein biologisch gesehen haben die Achselhaare also den ein oder anderen Vorteil parat, essentiell sind sie aber keineswegs. Wer sich allen Trends zum Trotz für eine Rasur entscheidet, hat keine schwerwiegenden Folgen zu befürchten.

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