Mit Gehirnstimulation zum Wunschgewicht

Abnehmen mit Gehirnstimulation: Frau steht auf Waage und freut sich.
Die Studienergebnisse bescheinigen eine verminderten Appetit nach Gehirnstimulation. (ryanking999 - Fotolia.com)
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Fällt es Ihnen auch schwer, abzunehmen, oder zumindest das Gewicht zu halten? Bisher galt: Ohne eiserne Disziplin, kein Erfolg! Lübecker Wissenschafter haben nun aber einen Weg gefunden, mittels Hirnstimulation sowohl den Appetit als auch die täglich zugeführte Kalorienmenge zu reduzieren.

Das sogenannte "Areal 46", lokalisiert in der Großhirnrinde, ist für die Regulation von Appetit und Nahrungsaufnahme zuständig. Lübecker Wissenschafter haben im Rahmen einer Studie bei 14 Probanden genau dieses Areal elektrisch stimuliert und als Folge eine um 14 % verringerte Kalorienzufuhr und einen generell verminderten Appetit festgestellt. Daraus ergibt sich, den Studienleitern nach, eine völlig neue Behandlungsmöglichkeit von Übergewicht - Und das gänzlich ohne schweißtreibenden Sport oder Diäten. Ein Traum vieler scheint damit in greifbare Nähe zu rücken.

Wenn üppige Buffets an Reiz verlieren

Die Wissenschafter rund um Dr. Kerstin Oltmanns haben zur Erlangung dieser Erkenntnisse eine Studie mit 14 jungen Männern mit einem BMI (Body Mass Index) zwischen 20 und 25 - das entspricht dem Normalgewicht - durchgeführt. Die Probanden wurden in 2 Gruppen geteilt und ihre Gehirne in einem Zeitraum von 8 Tagen täglich - je nach Gruppe - tatsächlich oder nur scheinbar stimuliert. Parallel dazu bat man sie am ersten und letzten Studien-Tag von einem Test-Buffet ohne Limitierung zu essen.

Das Ergebnis ist erfolgsverheißend: Während die Placebo-Gruppe in beiden Fällen dieselbe Kalorienmenge zu sich nahm, verringerte sich die jener Probanden, deren Gehirn täglich stimuliert wurde, um 14 %. Außerdem mussten sich die Probanden einem "Selbsteinschätzungs-Appetit-Test" unterziehen und auch hier zeigte sich, dass jene Personen, deren Gehirn stimuliert wurde, nach 1 Woche weniger Appetit hatten als vor der Behandlung.

  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
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Quellen

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