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7 Tipps gegen Cyber-Mobbing

Mädchen mit Handy
Wer Gemeines über sich im Netz findet, sollte nicht schweigen, sondern Hilfe suchen und dagegen vorgehen. (Photographee.eu - Fotolia.com)

Mobbing im Netz ist im Zunehmen, mindestens jeder 5. Jugendliche in Österreich hat schon peinliche Fotos oder gemeine Lügengeschichten über sich im Internet gefunden. Wie man sich gegen die Verleumdungen wehren kann, zeigen die folgenden 7 Tipps.

Warum mobben Jugendliche und Erwachsene? In Umfragen sind Langeweile, Ausübung von Macht und Rache die häufigsten Motive. Mobber sind Feiglinge: Statt sich im realen Leben mit dem Gegenüber auseinanderzusetzen, machen sie es auf die fiese Art im Netz - wie sie glauben anonym - doch es gibt Methoden dagegen vorzugehen:

Tipp 1: Nicht zuwarten!

Der Täter hört meist nicht von allein mit den Angriffen auf. Daher ist es wichtig, möglichst schnell zu handeln, um die Attacken im Netz einzugrenzen. Weiß man, wer die Gemeinheiten ins Netz gestellt hat, kann es helfen der Person mit einer Anzeigen zu drohen. Hört der Mobber trotzdem nicht auf bzw. nimmt er das Material nicht vom Netz, dann die Polizei einschalten.
Cyber-Mobbing ist strafbar: In extremen Fällen, etwa wenn ein Mobbing-Opfer einen Suizidversuch unternimmt, sind sogar 10 Jahre Haft möglich. Unter 14-Jährige können übrigens zivilrechtlich belangt werden.

Tipp 2: Selbst die Löschung der Inhalte vorantreiben

Ein weiterer Schritt ist den Datenmissbrauch bei sozialen Plattformen wie Facebook etc. zu melden. Wenn diese nicht rasch reagieren, bleibt oft nur der Weg zum Internet-Ombudsmann, der die Betreiber zur Löschung der Inhalte drängt.

Tipp 3: Hilfe organisieren

Der Verein SaferInternet.at, der Internet Ombusmann bzw. die Gratis-Hotline des ORF "Rat auf Draht" (Telefonnummer: 147) helfen bei Mobbing kompetent weiter.

Tipp 4: Passwörter schützen

Das eigene Passwort geht niemanden was an, auch nicht die beste Freundin oder den besten Freund. Nach Trennungen am besten die Zugangsdaten zu sozialen Netzwerken rasch ändern. Besonders viele Mobbing-Fälle passieren nach einem Streit oder einer Trennung.

Tipp 5: Eigenes Profil erstellen

Keine Standard-Einstellungen übernehmen, die das Netzwerk anbietet. Bei der Einstellung des Sicherheitslevels genau darauf achten, dass nur Freude persönliche Inhalte bekommen.

Tipp 6: Mit Fotos im Netz vorsichtig sein

Auch wenn es verlockend ist, jedes tolle Urlaubsfoto im Bikini zu posten - oft landen die Bilder in dubiosen Online-Kanälen bzw. über Umwege in falsche Hände.

Tipp 7: Wenn das eigene Kind mobbt

Versuchen Sie herauszufinden, warum es das macht - vielleicht wird es selbst gemobbt. Machen Sie ihm die Folgen klar, wichtig ist es auch, dass es sich beim Gemobbten entschuldigt.

Weiterführende Informationen

Quellen

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