5 Tipps gegen Gelsen

Gelse auf Haut
Knoblauch, Nussbäume und Zitrone sind die besten natürlichen Anti-Gelsen-Mittel. (Alexander Wurditsch - Fotolia.com)
Sie kennen das bestimmt: Während Sie einen lauen Sommerabend genießen, umschwirren Gelsen Ihren Kopf und Ihre Beine. Sei es beim gemütlichen Grillen auf der Terrasse oder bei einem Spaziergang. Sie hinterlassen lästig juckende, manchmal auch schmerzende Stiche.

Verschiedene Abwehrmittel gibt es im Handel zu kaufen: von Anti-Mücken-Sprays bis hin zu Kerzen, deren Duft den summenden Biestern nicht bekommt. Auch Indoor-Abschreckungsmethoden, wie Gelsenstecker halten die Insekten fern, wenn der hohe "Bssss-Ton" einem den Schlaf raubt. Wer nicht auf chemische Mittel zurückgreifen möchte, kann sich umwelt- und gesundheitsfreundlicher Hausmittel aus der Natur bedienen. gesund.at hat für Sie 5 Tipps, die sowohl Indoor als auch Outdoor einsetzbar sind, gegen die Mückenplage zusammengestellt.

Tipp Nr. 1: Mückenschutzgitter - Indoor

Die sicherste Schutz-Variante sind vor die Fenster gespannte Mückenschutzgitter bzw. -netze, damit die blutdurstigen Tierchen gar nicht erst rein kommen.

Tipp Nr. 2: Knoblauch gegen die Blutsauger - Outdoor und Indoor

Gelsen sind kleine "Vampire" und mögen keinen Knoblauch. Wenn Sie viel Knoblauch essen, dringt der Geruch der intensiven Knolle aus Ihren Hautporen und vertreibt das Mückengeschwader. B-Vitamine dürften eine ähnliche Wirkung haben. Nehmen Sie diese (nur vom Arzt verschrieben) als Präparat ein - so verbreiten Sie gelsenfeindliche Aromen.

Tipp Nr. 3: Nussbäume als natürlicher Mückenschutz - Outdoor

Rund 1.500 Mückenarten gibt es, 130 davon haben Interesse an menschlichem Blut. Während die männlichen Gelsen sich rein vegetarisch von Blütennektar ernähren, brauchen die Weibchen den blutigen Lebenssaft für die Kinderstube. Vor allem beim sommerlichen Abend im Garten malträtieren die Plagegeister Haut und Nerven ihrer Wirte. Glücklich können Sie sich schätzen, wenn Sie unter einem Nussbaum sitzen - Gelsen mögen den Geruch der Nussbäume nicht und bleiben der Pflanze und so auch Ihnen fern. Haben Sie noch ein Plätzchen im Garten frei, können Sie einen Nussbaum pflanzen, der Ihnen künftig die Mücken vom Leibe hält.

Tipp Nr. 4: Verschwitzte Kleidung meiden - Indoor und Outdoor

Wer schwitzt, schwitzt auch Sexualhormone (Pheromone) aus - Menschen, die viel davon verströmen, sind besonders beliebte Gelsen-Opfer. Pheromone sind für die sexuelle Anziehungskraft verantwortlich und dürften auch auf Mücken eine betörende Wirkung ausüben. Vermeiden Sie also das Tragen von verschwitzter Kleidung und duschen Sie vor dem Aufenthalt in Garten und Co, um Ihren "Dunstkreis" einzugrenzen.

Tipp Nr. 5: Die Kraft von Lavendelöl und Co - Indoor und Outdoor

Wenn es draußen warm ist und sie nicht auf kurze T-Shirts und Hosen verzichten möchten, reiben Sie die freien Hautstellen mit ein paar Tropfen mückenvertreibendem Lorbeer-, Eukalyptus-, Lavendel- oder Nelkenöl ein. Die Insekten verlieren durch den starken Geruch die Orientierung. In der Apotheke gibt es sogenannte Repellentien, ein anderer Ausdruck für Insektenvertreibungsmittel, die auf Naturbasis hergestellt sind und ähnliche Wirkstoffe enthalten. Hartgesottene, denen ein strenger Körpergeruch nichts ausmacht, können sich außerdem mit einer 50:50-Mischung aus Apfelessig und Wasser einreiben. Im Haus schützt zusätzlich zum Insektenschutzgitter eine neben dem Bett drapierte Zitrone gespickt mit Gewürznelken vor nächtlichen Gelsen-Attacken.

Wenn Sie doch von einer Gelse gestochen wurden

Haben Sie trotz aller Vorkehrungsmaßnahmen ein paar Gelsenstiche abbekommen, lindern folgende Hausmittel Schwellungen und Juckreiz:

  • Kochsalz: Verreiben Sie ein wenig Salz mit Spucke auf dem Stich. Wer keinen Speichel nehmen mag, kann das Salz auch mit einem angefeuchteten Waschlappen auftragen.
  • Zwiebel & Zitrone: Halbieren Sie eine Zitrone oder eine Zwiebel und reiben Sie damit die betroffenen Hautstellen ein.
  • Teebaumöl: Etwas Teebaumöl auf dem Mückenstich verteilt, beruhigt die gereizte Haut.
  • Eiswürfel: Reiben Sie mit einem Eiswürfel die Stiche ein. Tun Sie dies allerdings nicht zu lange, um Erfrierungen zu vermeiden.
  • Autor
  • Redaktionelle bearbeitung Elisabeth Mondl
  • Erstellungsdatum

Quellen

  • Das große Buch vom gesunden Leben, H. Bankhofer, Kneipp-Verlag, Leoben, 2006