24-Stundenbetreuung im FJ-Schwerpunkt

Mit knapp 150 neuen, kostenlosen Gesundheitsvorträgen mit den österreichischen SpitzenmedizinerInnen startet das MINI MED Studium an 27 Standorten in allen Bundesländern ins Frühjahr. Unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentens

Die Menschen werden immer älter: In den letzten zehn Jahren ist in Österreich die Lebenserwartung bei Männern um 2,4 Jahre bei Männern gestiegen, bei Frauen um 1,8 Jahre. Gleichzei[...]

Die Menschen werden immer älter: In den letzten zehn Jahren ist in Österreich die Lebenserwartung bei Männern um 2,4 Jahre bei Männern gestiegen, bei Frauen um 1,8 Jahre. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Anzahl gesunder Jahre gesunken. Von den 78,3 Jahren Lebenserwartung, mit der ein 2012 geborener Mann rechnen kann, wird er 20,8 mit einem chronischen gesundheitlichem Problem oder Krankheit verbringen. Bei Frauen ist die Lebenserwartung mit 83,3 Jahren zwar höher, die zu erwartenden 24,3 Jahre mit einem chronischem gesundheitlichem Problem oder Krankheit aber ebenso (Statistik Austria 2013; „Lebenserwartung in Gesundheit“). Aktiv für seine Gesundheit im Alter zu sorgen, gewinnt angesichts dieser Zahlen massiv an Bedeutung. Der Lebenswandel hat naturgemäß großen Einfluss auf die Gesundheit: Bewegung und richtige Ernährung beugen Krankheiten vor, erhöhen meist die Lebensqualität, wenn man schon die ein oder andere Krankheit hat und wirken definitiv lebensverlängernd. Ähnlich lebensverlängernd wirken meist auch gute Partnerschaften und ein stabiles Beziehungsnetzwerk. Obwohl wir heute schon vieles für ein gesundes Altern tun können, sind bei vielen die letzten Lebensjahre dennoch geprägt von zunehmender Schwäche, Schmerzen und/oder der Abnahme der geistigen Fähigkeiten. Selbst vorbildliche Prävention kann Pflegebedürftigkeit im Alter nicht immer verhindern. Studien zeigen zum Beispiel, dass auch die Erbanlagen den Alterungsprozess deutlich beeinflussen. Ebenso kann man durch einen Unfall plötzlich auf Betreuung angewiesen sein.

Bereits heute hat jede vierte Familie ein pflegebedürftiges Mitglied. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz geht aufgrund der demographischen Entwicklung davon aus, dass sich die Zahl der Personen über 80 bis 2050 verdreifachen wird. Damit wird auch die Anzahl der Pflegebedürftigen ansteigen. 80% von ihnen werden zu Hause betreut. Wer will nicht möglichst lange in der vertrauten Umgebung bleiben? Die Betreuungsarbeit übernehmen in diesem Fall meistens Angehörige. Obwohl es verschiedene Unterstützungsangebote gibt, nimmt über die Hälfte von ihnen keine externe Hilfe wahr. In Kooperation mit ExpertInnen des Bundessozialamtes zeigt das MINI MED Studium im Themenschwerpunkt deshalb auch auf, welche Möglichkeiten und Förderungsangebote es heute im Bereich der 24-Stunden-Betreuung und Pflege gibt und wie man mit entsprechendem Lebensstil die Gesundheit im Alter beeinflussen kann.